Unlikely Coexistences. Ein Gespräch mit Ana Druwe

Eine LIAS Veranstaltung in Kooperation mit dem Kunstraum
25. Oktober 2023

Ana Druwe ist Mitglied von Casa do Povo, São Paulo, einem Kulturzentrum, das für die stete Befragung von Vorstellungen von Kultur, Gemeinschaft und Erinnerung steht. Casa do Povo wurde 1946 von jüdischen EinwandererInnen als lebendiges Denkmal zur Erinnerung an die Shoa gegründet. Von Anfang an war es ein Ort der Versammlung für eine Vielzahl kultureller und politischer Aktivitäten wie ein Theater, ein Chor, eine Zeitung oder eine Schule. Im Versuch die Gründungsidee stets zu verwirklichen, beherbegt es heute neben einem jiddischen Chor, ein Dutzend anderer Gruppen, Bewegungen und Kollektive. Dazu gehört eine hauseigene Druckerei, Kunstausstellungen, psychoanalytische Sitzungen, ein Boxclub, Performance-Gruppen, politische Versammlungen, Catering für die benachbarten Gemeinden: alles neben- und miteinander. Dem Selbstverständnis von Casa do Povo nach, “ist das Publikum kein Ziel, sondern aktiver Teilnehmer, der nicht nur zu Besuch kommt, sondern selbst Aktivitäten vorschlägt, die den Raum zu einem Ort der Begegnung, der Ausbildung und des Experimentierens machen: ein lebendiges Denkmal, ein Ort, an dem das Erinnern zum Handeln wird”. Ana Druwe spricht über unwahrscheinliche Koexistenzen und die Herausforderung, eine kritische Institution zu schaffen und zu erhalten. Zur Vorschau: https://casadopovo.org.br/sobre/

Der Talk wird moderiert von Prof. Susanne Leeb und Christopher Weickenmeier.