Zobernig Chapter 2

From Paradise

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S.R. .... Was ist das Ziel Ihrer Praxis...? Gibt es so etwas wie einen Fluchtpunkt?

H.Z. Es gibt das sicher so etwas wie etwas verstehen zu wollen. Das eine ist vielleicht so etwas wie eine Lust, die Welt zu verstehen, die eigene Handlung zu begreifen. Was damit gemeint ist, Handlungen absichtsvoll ausführen zu können. Das wäre schon ein zentrales Motiv, was ja dann im Sinne von Aufklärung verstanden auch werden kann.

S.R. Denken Sie das konzeptuelle Paradigmen immer noch leben, funktionieren?

H.Z. Ich glaube, dass das im ideologischen Sinne etwas ist, was wir immer wieder beleben sollten, oder was ich mir wünsche, dass das immer wieder neu belebt wird, und dass es diesen Paradigmensprung auch mal gegeben hat... in dieser Zeit hat man sich ganz konzentriert darauf eingelassen; diese Selbstermächtigung, die eben den Betrachter auch ermächtigt, an dem Prozess des Weltverstehens durch Kunst, der Erkenntnis, teilzunehmen. Wobei sich natürlich radikal der Werkbegriff verändert; ich glaube, dass das immer wieder aktualisiert werden muss, sonst geht es verloren. Das Sprechen muss fortgesetzt werden


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