Zobernig Chapter 1

From Paradise

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S.R Dann stelle ich jetzt einfach mal meine erste Frage ....

H.Z. Wie immer ist das total schwer, wenn so eine Frage verlangt, solche entscheidenden, ... solche Übergänge zu beschreiben. Ich erlebe das im Rückblick wie einen Fluss, es gibt nicht diese Überraschung dabei, der ich da selber erlegen wäre. Es sind viele Momente, die sich zusammensetzen zu dem, wo sich mein Denken dann weiter entwickelt.

S.R. Die zweite Frage .... Welche Praxis in der Geschichte der Kunst ... könnte als Favorit bezeichnet werden?

H.Z. Da würde ich jetzt wieder so verweigernd antworten. Also wahrscheinlich war das so, dass ich natürlich am Anfang gesucht habe, was ist das eigentlich, womit ich mich da beschäftigen will. Ich wollte natürlich den Beruf des Künstlers ergreifen und es hat eine Zeit gebraucht, bis es produktiv werden konnte. Dieser Übergang war sozusagen das Erwandern, das Studieren dieses Feldes, und da hat es natürlich ... – da habe ich sozusagen auf alles zugegriffen, was sich mir zur Verfügung gestellt hat. Die Besuche in historischen Museen waren für mich genau so wichtig, diese Ordnungen, die da drin eingerichtet sind, gegen das, was Gegenwart meint, zusammen zu bringen. Und dann war es natürlich auch dieses Feld, wo Ende der 80er Jahre die Filmkultur ziemlich auf einem Höhepunkt war. Ich habe einerseits auch das Theatermilieu sehr stark kennen gelernt; was man so die bildende Kunst nennen würde, die hatte gar nicht so eine starke Präsenz. Das kam aus allen anderen Milieus ... habe ich mich gespeist.


Heimo Zobernig »