Locher Chapter 1

From Paradise

Jump to: navigation, search


Thomas Locher, Atelier/Wohnung Locher, 15. Dezember. 2004


S.R.: Wie bist Du denn mit den Studenten zurecht gekommen?

T.L.: Ich habe einen Workshop gemacht über Inszenierung, und da kannst du natürlich von Michael Fried bis Minimalismus, von Theatralität, Performativen, den ganzen Rotz rauf und runter deklinieren, was ja für die Architektur auch nicht so uninteressant ist,ja , weil vom Pläne zeichnen, Modell, bis zur Präsenz des Gebäudes – also die Frage der Inszenierung ist da. Insofern ist das ganz gut gegangen. Mit einem Trick habe ich mir so ein Terrain rausgesucht, was so überschneidungstechnisch funktioniert.

S.R.: Wie war dann so das Verständnis? Wenn Du sagst, Inszenierung; es ist in der letzten Zeit sehr viel über Theatralität und so eine Revision von Michael Fried ja viel gemacht worden. Aber wie war das Verständnis bei den Studierenden, wenn es um die Frage nach mise-en-scène – das ist ja ein ganz wesentlicher Begriff für die Konzeptkunst – wie hat das funktioniert? Wie sind die damit umgegangen?

T.L.: Ganz unterschiedlich. Ich habe ja 60 Studenten gehabt.

S.R.: Das ist eine Menge.

T.L.: Da hast du gerade mal am Ende des Semesters - da kennst du 10, und zwar die, die am häufigsten kommen. Die Qualität der Produkte war ganz unterschiedlich – von erstklassig bis schülerhaft. Ich habe versucht, anhand von Beispielen die Problematik oder die Fragestellung aufzuzeigen.


Thomas Locher »