Koller Chapter 1

From Paradise

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S.R.: Was würden Sie als den stärksten Einfluss auf Ihre Arbeit bezeichnen?

J.K.: Ich denke, das ist Dada-Kunst oder Dada-Kultur, mit... persönlich mit... Duchamp nenne ich. Die Idee, dass Künstler arbeiten mit einem Gegenstand aus dem täglichen Leben und durch Kunst etwas über Kunst sagen kann, durch Kunstausstellung; ein Gegenstand als Kunst nennen und dann über alles Kunst etwas Neues reformieren. </timecode moment="00:08:22:00»> Der Sound stört mich oder Sie. Dieser Bohrungskrach oder Sound stört unser Gespräch oder euren Film, vielleicht wie ich meine Kunstarbeit mache, und diese Arbeit stört die traditionelle Kunst in unserem Land, in unserer Gegend.

S.R.: Nun haben Sie als den stärksten Einfluss Marcel Duchamp genannt. Das ist der stärkste Einfluss, den Sie benennen würden? Oder gibt es noch andere? Gibt es einen Favoriten, den Sie haben, in der Geschichte der Kunst, außer Marcel Duchamp?

J.K.: Vorher, vor Duchamp waren es solche Künstler wie van Gogh mit seiner Zusammenführung von Leben und Kunst; nicht nur Kunst, aber das ganze Leben des Malers.

S.R.: Würden Sie sagen, dass eine künstlerische Haltung jenseits des Mediums interessant ist? Also Sie sagen Marcel Duchamp, der etwas ganz anderes macht als z.B. van Gogh?

J.K.: Van Gogh war für meine Studien, die ersten Studienjahre – und vorherigen Studienjahre in Studium Malerei, dann aber genügte mir dieser malerische Ausdruck und künstlerischer Ausdruck nicht mehr. Und dann wollte ich etwas mehr im Zusammenhang mit meinem Leben, mit Leben allgemein finden; und dieser Marcel Duchamp war für mich ein Vorbild – nicht Vorbild, aber eine Person, eine Kunst, die mir Antworten für weitere Fragen gab. Meine Frage: was ist Kunst? eröffnet das Problem Kunst für mich. Dass Kunst nicht traditionelle Handarbeit sein muss.


Július Koller »