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»Prizing Art: Art Valuation in the Age of Informational Abundance«

Vortrag und Workshop mit Pierre Pénet (The Graduate Institute of Geneva)

5. Dezember 2014, 14-18 Uhr

Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg, Campus Halle 25


Der Vortrag von Pierre Pénet wird ebenso wie der Workshop mit ihm die Ausbreitung von Kunstpreisen und -auszeichnungen behandeln. Beide Teile der Veranstaltung werden deren Implikationen für künstlerische Karrieren und Laufbahnen untersuchen.

Am Beispiel des britischen Turner Prize zielt Pierre Pénet in seinem Vortrag zunächst darauf ab, eine qualitative Untersuchung der Schlüsselfaktoren darzulegen, welche die Institutionalisierung von Preisen erklären. Er wird daraufhin die Ergebnisse einer quantitativen Analyse zum Einfluss von solchen Auszeichnungen auf Auktionspreise vorstellen. Insgesamt legt er nahe, dass die Bedeutung von Auszeichnungen für die Preisbildung am Mark auf der zielgerichteten Kombination von drei Wertbildungsmechanismen beruht: »Vermittlung« (»brokerage«), »Beratung« (»deliberation«) und »institutionelles Labeling«. Abschließend wird er die internationale Dynamik im Bereich der Institutionen erörtern, die er als »Preisindustrie« bezeichnet.

Der Workshop thematisiert das vernachlässigte Thema der Bedeutung von Kunstpreisen im Sinne von Auszeichnungen für die Produktion des Wertes von Kunst, einschließlich ihrer symbolischen, sozialen und ökonomischen Effekte für Akteure und Institutionen, die sich involviert und honoriert finden. Darüber hinaus werden unterschiedliche Typen und Mechanismen von Kunstpreisen auf verschiedenen Ebenen – regional, national, transnational – diskutiert.

Pierre Pénet, Research Fellow an The Graduate Institute of Geneva – International History, erwarb jüngst seinen PhD in Soziologie an der Northwestern University, Chicago, und der SciencesPo, Paris. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt ist die Rolle von Kredit-Ratings als Valuationsmechanismen und Instrumenten der Gouvernementalität in Finanzmärkten. Er beschäftigt sich zudem mit Fragen von Marktunsicherheit und Wertbildung in dem von ihm als »Kunstwelt« bezeichneten künstlerischen Feld.

Vorträge und Workshops basieren auf einer Kooperation von Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg mit dem Projekt KIM im Innovations-Inkubator der Leuphana Universität Lüneburg. Der Innovations-Inkubator wird von der EU im Rahmen des EFRE, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, sowie vom Land Niedersachsen gefördert.