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AKUSMATIK ALS LABOR – Konferenz


Laufzeit: 15.-16. November 2019
Kunstraum, Campus Halle 25

Konzept und Organisation: Mario Asef, Berlin, und Sven Spieker, Los Angeles / Berlin, in Kooperation mit dem Kunstraum der Leuphana Universitaet Lueneburg

Die Akusmatik ist eine Art Inszenierung der Stimme, bei der der Stimmtraeger bewusst unsichtbar gehalten wird. Im Woerterbuch Larousse wird Akusmatik als ein Geraeusch definiert, das wir hoeren, ohne zu sehen, was es verursacht. Mit der Erfindung von Radiophonie und Telefonie ist die Akusmatik – Stimmen ohne Koerper – in unseren Alltag eingedrungen, um in den letzten Jahrzehnten mit Einfuehrung des Mobiltelefons wieder von einer mehr auf den Koerper bezogenen audiovisuellen Kommunikation abgeloest zu werden.

Die „Acousmatic Lectures“, ein laufendes Programm des Kuenstlers Mario Asef, setzten sich im Rahmen von Performances mit dem Phaenomen der Stimme auseinander, und zwar vor allem in Hinblick auf das Sehen bzw. Nichtsehen. Asef organisierte neun „Acousmatic Lectures“ in den Raeumlichkeiten des Errant Sound Project Space in Berlin. Die Vortraege waren nach Absicht des Kuenstlers alle akademischer Natur: Die Vortragenden waren Wissenschaftler*innen, die ueber ihr fachspezifisches Gebiet berichteten. Damit sollte versucht werden, die Wirkung des akusmatischen Settings zu beobachten, und zwar ohne den Einfluss sensorischer Effekte kuenstlerischer oder aesthetischer Natur.

Absicht der zweitaegigen Konferenz im Kunstraum ist es, sich eingehender und in unterschiedlichen Formaten mit heute relevanten Aspekten der Akusmatik zu befassen. Zu diesem Zweck wurden Expert*innen eingeladen, sich zu den entsprechenden Themenkreisen zu aeußern. Welche Bedeutung haben „Stimmen ohne Koerper“ heute? Welche Rolle spielt die Akusmatik bei der Erforschung und Praxis der lecture performance? Welche Stellung hat die Akusmatik in der Musikgeschichte bzw. in der Geschichte des Sounds? Diese und verwandte Fragen wollen wir auf unserer Konferenz behandeln.

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Programm:


Freitag, 15. November 2019


14:00 Begrueßung – Mario Asef, Sven Spieker, Clemens Kruemmel
14:45 Sabine Sanio, Berlin: Ein Blick hinter den Vorhang? Zum Verhaeltnis von Musik und Medienaesthetik
15:30 Holger Schulze, Kopenhagen: Die Stimme des Kapitalozaen. Eine Xenologie der Panakustischen Gesellschaft


(Kaffeepause)


16:30 Hans-Joerg Rheinberger, Berlin: Experiencing Acousmatics
17:15 Sabeth Buchmann, Wien / Berlin: Shout! Eine mimetische Performance
18:00 Acousmatic Lecture – Golo Foellmer, Berlin: Stimmverortungen


(Abendessen)


Samstag, 16. November 2019


09:00 Sven Spieker, Los Angeles / Berlin – 21.3, oder: Die Stimme des Lehrers
Mit einer Kurzresponse von Clemens Kruemmel
09:45 Alex Arteaga, Barcelona / Berlin – decide
10:30 Mai Wegener, Berlin – Schrei, Stimme, Sprechen
11:15 Abschlussdiskussion mit vorbereiteten Statements

Weitere Informationen auch unter: www.acousmaticlectures.wordpress.com