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Representations of the "Other".
The Visual Anthropology of Pierre Bourdieu

   

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Teil 1:
Pierre Bourdieu, Art and Visual Politics

Freitag, 06. Juli 2007
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig



14:00 Einführung: Beatrice von Bismarck, Ulf Wuggenig (Leipzig, Lüneburg)



14:15 Christian Kravagna (Wien)

Der verstehende Blick des Ethnologen. Bourdieus Algerienfotos im Vergleich

Zwischen 1958 und 1961, am Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn, hat Bourdieu
in Algerien zahlreiche Fotografien geschaffen, die erst vor wenigen Jahren in einer Auswahl veröffentlicht wurden. Während die entsprechende Publikation (Pierre Bourdieu, In Algerien. Zeugnisse der Entwurzelung, Camera Austria 2003) die Fotos im Kontext der Biografie und
vor allem der soziologisch-ethnologischen Arbeit Bourdieus betrachtet, soll in diesem Vortrag
der Versuch unternommen werden, einige dieser Fotos eingehender auf ihre fotografischen
Mittel, ihre spezifische Weise des Sehens und Festhaltens, zu untersuchen, um dann Bourdieus Algerienbilder mit früheren und zeitgenössischen Bildproduktionen im kolonialen Algerien zu vergleichen.



15:15 Christine Frisinghelli (Graz)

Fotografien im Kontext:
Pierre Bourdieus fotografische Dokumentationen in Algerien, 1957 – 1961.

Das Archiv fotografischer Dokumentationen über Algerien 1957 – 1961 von Pierre
Bourdieu, gelesen im Kontext seiner Untersuchungen zu "Le Déracinement –
Die Entwurzelung" und "Economie de la Misère – Ökonomie des Elends".



16:15-16:45 Pause



16:45 Astrid Wege (Köln)

Neue Beziehungen und alte Abhängigkeiten

Pierre Bourdieu war nicht nur der Theoretiker relativer Autonomie des künstlerischen Feldes, sondern auch einer ihrer engagierten Fürsprecher. Wie lesen sich heute seine Beobachtungen hierzu angesichts eines sich verändernden Kunstbetriebes unter dem Primat der Ökonomie, in dem z.B. Museen, quasi im Franchise-Verfahren, expandieren und zugleich die Renaissance
eines neuen Bürgersinns stark gemacht wird?



17:45 Ruth Sonderegger (Amsterdam)

Praktische Theorien

Theorien der Praxis, die zugleich auch eine Praxis der Theorie darstellen, sind Seltenheiten.
Neben der Praxistheorie von Pierre Bourdieu wird häufig auch der (deutschen) Kritischen
Theorie zugebilligt, dass sie Theorie als Praxis zu begreifen und praktizieren versucht habe.
In einem Vergleich dieser beiden Theorie-Traditionen soll das Spezifische, der Mehrwert sozusagen, von Bourdieus Praxistheorie herausgearbeitet werden, und zwar unter Berück-
sichtigung der Bildmetaphern in den genannten Theorien. Schließlich soll es auch um die
Fragen gehen, wie viele und welche Bilder die Praxis der Theorie braucht; welchen Bildern
eine Praxistheorie vertraut.



18:45-19:00 Pause

19:00 Hans Haacke (New York)

Kunst und symbolische Macht - Gespr├Ąch mit Beatrice von Bismarck und Ulf Wuggenig

Hans Haacke, der in dem Band "Libre-Echange" mit Pierre Bourdieu für die Autonomie der Kunst gegenüber politischen und ökonomischen Akteuren eingetreten ist, spricht in einer öffentlichen Diskussion mit Beatrice von Bismarck und Ulf Wuggenig, über Bourdieu, das Politische in Bildern und die gesellschaftliche Rolle von Intellektuellen und Künstler/innen.